Orchideen

 

Zusammenfassung des Vortrags von Herr Peter Sturm, ANL   15.6.18

 

Das Wort „orchis“ bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie schön, kostbar oder raffiniert.

Dies entspricht sehr genau den Eigenschaften dieser Pflanzen.

In Bayern gibt es ca. 50 Arten, europaweit ist Bayern Schwerpunkt für den Frauenschuh.

  • Allgemein gilt:   alle Orchideen brauchen nährstoffarme Böden
  • Alle gehen eine Pilzsymbiose ein, ähnlich wie Bäume
  • Die Blütenform ist spiegelbildlich
  • Die Samen sind staubförmig, ähnlich wie Pilzsporen

Deshalb kann es ohne eine Pilzsymbiose keine Verbreitung der Pflanze geben.

Sobald es einen Nährstoffeintrag im Boden gibt, verschwinden die Orchideen.

Die europaweite Verbreitung der Orchideen kam durch die Schaf- und Weidehaltung von Nutztieren der Römer und Kelten auf den Kalkmager – und Halbtrockenrasen.

 

Besondere Arten:

 

NESTWURZ:  eine Orchidee, die kein eigenes Chlorophyll bildet und die Nährstoffe

                           von Bäumen bezieht

 

RAGWURZ:    wächst auf Halbtrockenrasen und die Blüte hat einen Fleck, der aussieht wie ein Insekt. Meist kann nur eine ganz bestimmte Insektenart die Blüte bestäuben.

 

KNABENKRÄUTER:         

                           benötigen magere Feuchtwiesen. 

                           Im Raum BGL gibt es viele verschiedene

                           meist wachsen diese aber auf beweideten Flächen.

                           Während der Blütezeit sollte eine Beweidung aber vermieden werden.

 

Sehr viele Arten wachsen auf Nasswiesen und Kalkflachmooren wie z.B. der Sumpfstendelwurz, schwarzes und rotes Kohlröschen.

Auch im Wald gibt es Orchideen auf trockenen und warmen Standpunkten, dazu gehört das rote und weiße Waldvögelein.

Grundsätzlich kann ein häufiges Betreten der Bestände zu einer Beschädigung des Pilzgeflechts im Boden führen.

 

 

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© Claus Wittmann