|
Invasive Neophyten - Aktionsseite für alle, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.
|
Aktueller Ausstellungstipp: “Neobiota - Aliens im Vorgarten” im Museum “Mensch und Natur” in München (bis 21.01.2007)
|
|
Die rechts angebildete Pflanze sieht zwar schön aus, doch das Indische Springkraut
(und nicht nur dieses) stellt eine große Gefahr für die heimische Pflanzenwelt dar. Wenn wir nach all den Jahren des Aussitzens und Stillhaltens jetzt nicht handeln, müssen wir wegen der aggressiv auftretenden
Neueinwandererpflanzen (“invasive Neophyten”) bald auch die letzten Rückzugsgebiete seltener heimischer Flora verloren geben.
Wir leben in einer globalisierten Welt, in der auch Veränderungen der Tier- und
Pflanzenwelt immer schneller stattfinden. Auch wir können das Rad der Entwicklung nicht zurückdrehen, und selbst durch noch so viele Helfer wird es uns nicht gelingen, die Neophyten ganz zu beseitigen, wir wollen
aber dennoch versuchen, der Vegetation eine Chance zu geben, deren Schutz wir immer auf unsere Fahnen geschrieben haben. Deshalb hat die AGNA vom 3.-7. Juli 2006 erstmals zu einer bayernweiten Aktionswoche gegen
invasive Neophyten aufgerufen.
Die personellen Ressourcen der hauptamtlichen Mitarbeiter sind - ebenso wie die finanziellen Möglichkeiten der Fachbehörden - begrenzt. Die Naturschutzwacht ist deshalb
durch ihre Ortskenntnis und durch die Kenntnis der Menschen und Vereine vor Ort prädestiniert, lokale Bündnisse zu organisieren. Die AGNA sieht die folgende Strategie als Lösungsansatz:
|
|
|
1. Monitoring durch Kartierung der Vorkommen
2. Meldung der Erstbesiedelung durch invasive Neophyten an die Untere Naturschutzbehörde, die ihrerseits den Grundstückseigentümer zur Beseitigung auffordert (hier: LRA Freising). Alternativ: Kleinvorkommen gleich selbst (und fachlich
richtig) beseitigen. 3. Bei flächendeckendem Befall eine Grenze ziehen, die die Neophyten nicht überschreiten dürfen (“Containment”).
4. Lokale Bündnisse schmieden (Naturschutzverbände, Obst- und Gartenbauvereine, Fischereivereine etc.) 5. Sensibilisierung der breiten Bevölkerung durch Öffentlichkeit (Pressearbeit - Beispiel für örtliche Pressemitteilung)
|
|
|
|
|
|
|
|
Praktische Erfahrungen hat die Naturschutzwacht im Unterallgäu 2005 gesammelt. Von Juli
bis Ende Oktober wurden 10.000de Pflanzen Springkraut ausgerissen, Goldrute mehrmals niedergemäht und Riesenbärenklau abgeschnitten. Das Vorgehen gegen invasive Neophyten erfordert einen langen Atem. Unsere
praktischen Erfahrungen werden wir an dieser Stelle weitergeben. Es sieht im “Jahr danach” tatsächlich ganz gut aus. Grob geschätzt kommen nach der Unterdrückung eines gesamten Jahrganges des Ind. Springkrauts
nurmehr 10-20%, die Pflanze ist also beherrschbar! Wichtig sind monatliche Kontrollgänge von Juli bis Oktober. Bei der Goldrute ist mehrmaliges Mähen über ein paar Jahre oder (bei kleinflächigen Vorkommen) das
Abdecken mit Folie am effektivsten. Auf mageren Böden hat die heimische Vegetation eine Chance, sich gegen die Einwanderer durchzusetzen.
Materialsammlung:
|
|
|
Umfrageergebnis einer bayernweiten Befragung der UNBs (Stand Frühjahr 2006) durch den AGNA-Schriftführer, Helmut Scharpf (Originalfragebogen)
Downloads:
Anschreiben für Angehörige der Naturschutzwacht Anschreiben an die Untere Naturschutzbehörden Anschreiben Presse Aufruf des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur Unterstützung unserer Aktionswoche (Lehrerrundbrief 19.6.2006) Rechtliche Grundlage (EU-Decision, nur englisch verfügbar) Rechtliche Grundlagen (Zusammenfassung auf Floraweb)
Artikelsammlung: Floraweb (eine umfassende Zusammenfassung vom Bundesamt für Naturschutz) Neobiota Österreich (die sind uns da etwas voraus) Neophyten-Bericht Schweiz Artikel allgemein zur Bewusstseinsbildung Presseartikel über Aktivitäten des 1. Vorsitzenden Positionspapier des Bundesamtes für Naturschutz Positionspapier des Bund Naturschutz Artikel: Globalisierung am Mühlbach
Presse (zur Aktionswoche), jeweils mit freundl. Genehmigung Volksblatt Würzburg, Ausgabe 08.06.2006 von Richard Wust Mainpost, Ausgabe 19.06.2006 von Gerlinde Hartel Mainpost, Ausgabe 10.07.2006 von Gerlinde Hartel Memminger Zeitung, Ausgabe 28.06.2006 von Stefanie Dodel Ein Kommentar zum Artikel “Die Schöne ist ein Biest”, SZ-Magazin, Ausgabe 30.06.2006
wird demnächst hier erscheinen! Hier die Reaktion auf die Sendung vom 20.07.2006 “quer” im Bayerischen Fernsehen. BR-Radiotreff (von Barbara Markus), Sendung vom 04.07.2006 (1,43 MB) Unser Thema wurde noch bis in den September 2006
von unzähligen Zeitungen aufgegriffen.
Faltblätter zu den Pflanzen und Empfehlungen: Tipp: Das Anschreiben des LRA Freising enthält Handlungsanweisungen für Grundstücksbesitzer BN-Ökotipp “Neophyten - Probleme aus Sicht des
Naturschutzes: Das Indische Springkraut im Landkreis Lindau” - sehr informativ!
Orientalisches Zackenschötchen Bunias Orientalis (Zackenschötchen) in Oberfranken (Infoplakat) Ambrosia (Aufrechtes Traubenkraut) - Faltblatt des “Schweizerischen Verbandes der Gärtnermeister”) Herkulesstaude/Riesenbärenklau Riesenbärenklau, Info LRA Starnberg LRA Hassberg-Bekämpfungshinweise (pdf, ohne Bilder) Presseartikel Riesenbärenklau LRA Hassberge (jpg) Kugeldistel Diplomarbeit von Birgit Woitas “Ausbreitung nicht-autochthoner Pflanzen am Beispiel des Ökologisch-Botanischen Gartens Bayreuth” (Oktober 2001)
Tagungsband “Ergebnisbericht Neophyten-Tagung 9.7. - 11.7.2002”, herausgegeben vom Bayerischen Landesamt für Umweltschutz, Außenstelle Nordbayern, Redaktion Dr. Herbert Rebhan und Klaus Spitzl Kapitel S. 9-15 “Zur Bedeutung der Neophytenproblematik in Bayern aus der Sicht der Naturschutzverwaltung”
Ausstellungstipp: Vom 10.07. - 28.07.06 fand am Landratsamt Ebersberg
die Ausstellung "Neophyten und Neozoen - Völkerwanderung in der Pflanzen- und Tierwelt” statt. Die Ausstellung wurde von der Regierung von Oberbayern ausgearbeitet und mit eigenen Plakaten und Informationen erweitert. Parallel dazu sind in der örtlichen Presse auch Zeitungsartikel erscheinen.
|
|
|
Links: http://mitglied.lycos.de/martin_wolfangel/ http://www.gmn-ev.de/index.php?id=12 Steckbriefe der Hauptproblemarten: www.neophyten.de/handbuch/fallopiajaponica.html www.neophyten.de/handbuch/solidagocanadensis.html www.neophyten.de/handbuch/impatiensglandulifera.html www.neophyten.de/handbuch/buniasorientalis.html Hinweise zu den Ambrosia-Arten: http://www.ambrosiainfo.de/
|
|
|
|
Die Aktionswoche gegen “invasive Neophyten” findet vom 3. bis 7. Juli 2006 (Schirmherr
Dr. Christoph Goppel, Direktor der ANL) Projektleiter für die AGNA ist Eckhard Gunther Beck, Tel. 0160-7864432
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
So hätten wir es gern:
Schwalbenwurzenzian statt Kanadische Goldrute
Wie lange noch?
|
|
|
|
Sachalin-Knöterich am Boschachbach, südl. von Ottobeuren
Die Entfernung der oberirdischen Pflanzenteile an der abgebildeten Stelle war aufgrund der
dicken Stängel nur mit Gartenschere möglich und dauerte ca. 30 Min.
In den Folgejahren muss ein Aufwachsen konsequent verhindert werden.
|
|
Vom Sachalin-Knöterich hier eine Nahaufnahme. Er unterscjeidet sich vom Japan. Knöterich
durch deutlich größere Blätter.
Alte Stängel deuten darauf hin, dass die Pflanze bereits 2005 hier gewachsen sein muss. Noch handelt es sich um den bislang einzigen Wuchsort in der Umgebung von Ottobeuren.
(Stand: Oktober 2006)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Topinambur am alten Bahndamm im Ortsbereich von Ottobeuren. Bisher (Oktober
2006) einzig bekanntes Vorkommen in der Umgebung.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|