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 Bericht zur Jahrestagung der bayerischen Naturschutzwacht 2 005
Die Jahrestagung für die knapp 100 Teilnehmer beginnt mit einem Grußwort des
Direktors der Akademie, Dr. Christoph Goppel. Im Zuge der Begrüßung werden der dienstälteste Naturschutzwächter, Günter Ettenhuber aus dem Lkr. Ebersberg (seit 28 Jahren dabei) sowie die dienstälteste
Naturschutzwächterin, Renate Kerl, Stadt Regensburg (seit 18 Jahren; Frau Kerl hat am Mittwoch 9.3.05, 20.15 „Bürger aktiv“ im
Bayer. Fernsehen einen kurzen Auftritt), mit einem Buchpreis geehrt. Unter den 95 Naturschutzwächtern finden sich nur 7 Frauen. Dr. Goppel rät der Naturschutzwacht, das Gespräch mit den Kreisräten zu suchen.
Herr Ministerialrat Ulrich Drost
, erst seit wenigen Tagen im Ministerium für die Naturschutzwacht zuständig (s.u.), stellt sich einer intensiven Diskussion. So wird der Wunsch
geäußert, das Ministerium möge mit Landkreisen, die eine Abschaffung der Institution Naturschutzwacht planen (z.B. Coburg), Gespräche führen. Das Ministerium soll sich außerdem verstärkt um die Information der Naturschutzwächter bemühen.
Hierzu sagt Herr Drost später zu, einen jährlichen Infobrief an alle aktiven Naturschutzwächter herauszugeben, die direkt angeschrieben werden sollen. Da uns die UNBs aus datenschutzrechtlichen
Gründen keine Adressen mitteilen werden, muss die Erstellung einer Adressverteilers über das Ministerium erfolgen.
Wiederholt angeregt wird außerdem ein Ministerbrief an die
UNBs in Sachen Qualifikation, effektiver Verwendung und einem Entgegensteuern der Überalterung.
Um die Pressearbeit effektiver gestalten zu können, regen wir auf der Homepage des Ministeriums ein Pressearchiv an (es muss
lediglich vorher beim jeweiligen Verlag eine Zustimmung eingeholt werden). In einer Vielzahl von Landkreisen funktioniert die für
uns so wichtige Öffentlichkeitsarbeit hervorragend, es gibt aber auch Landkreise, die noch nie über ihre Naturschutzwacht vor Ort
berichtet haben und dies offensichtlich gar nicht wollen. Eigeninitiativ dürfen wir ohne die Zustimmung der Behörde nicht werden. AGNA-Vertreter kündigen an, das Thema Dienstkleidung jetzt intensiv anzugehen.
Herr Drost ist Jurist, begann 1977 im LRA Weilheim-Schongau, war bis 1999 im Bereich Wasserrecht tätig und betreute
anschließend das Referat für Bürgeranliegen im Ministerium. U.a. war er Projektleiter für die Nachmeldungen zu „Natura 2000“.
 1. Vorsitzender Hermann Balzer bezieht sich auf das Grußwort von
Staatsminister Dr. Werner Schnappauf, der uns in den höchsten Tönen lobt und unsere
Unverzichtbarkeit hervorhebt (“... die Arbeit der Naturschutzwacht ist zukunftsweisend.”) Herr Balzer bedankt sich insb. auch beim Direktor der Akademie, Dr. Christoph
Goppel, dass er die Jahrestagung erneut in Laufen möglich machen konnte. Ein wichtiger Bestandteil unseres Wirkens muss die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit
sein. Herr Zöttl hierzu: In die Jugendarbeit einsteigen, um den Kindern zu zeigen, was die Eltern falsch machen.
In der Abendveranstaltung stellt Norbert Volkmann, kommunaler
Umweltbeauftragter in Wörth/Main (Lkr. Miltenberg), seine in 15 Jahren gesammelten Erfahrungen in einer Powerpoint-Präsentation erstmals der
Öffentlichkeit vor. Mit aussagekräftigen Bildern und witzigen Episoden zeigt er die ganze Bandbreite dessen auf, die uns letztlich auch als Naturschutzwächter beschäftigt. Wie bei vielen Naturschutzwächtern der
Fall, führt die jahrelange Tätigkeit zu einer Menge Frust über die Entwicklung im Naturschutz, denn unter dem Strich schreitet die Verschlechterung der Ressource Natur immer weiter voran. Da Herr
Volkmann in seiner Funktion als kommunaler Umweltbeauftragter nicht wie wir Naturschutzwächter der Pflicht zur Verschwiegenheit unterliegt, kann er auch mit Hilfe der Öffentlichkeit gegen die Missstände vorgehen.
Seine Internetseite lautet: www.naturschutz-woerth.de

Exkursion in den Nationalpark Berchtesgaden
Geleitet wird die Exkursion von:
Peter Wörnle, Nationalparkverwaltung Berchtesgaden (Sachgebiet
Öffentlichkeitsarbeit; bereits 1974 mit der Ausbildung der Naturschutzwacht betraut; viele Jahre Mitarbeiter der ANL)
Fritz Eder, hauptamtl. Ranger vom Nationalparkdienst (Spezialist für
botanische Führungen)
Ernst Krüger (Dienststellenleiter des Nationalparkdienstes)
Alle drei Führungen beginnen beim Informationszentrum Klausbachhaus
Der Nationalpark wurde 1978 mit 210 km² Fläche als 2.
Nationalpark in Deutschland eingerichtet. Er war 1910 bereits Pflanzenschonbezirk, ab 1930 Naturschutzgebiet. Es ist geplant, sich mit dem Naturschutzgebiet auf österr.
Seite (Salzburger Kalkhochalpen) zusammenzuschließen.
Herr Wörnle geht in seinen Ausführungen auf das Thema
der (künstlich geschaffenen und natürlichen) Landschaftsdynamik ein. Sein Vortrag beginnt mit einem kleinen „Eisbrecher“: Die Teilnehmer langen in kleine Säckchen und
müssen erraten, welche Naturgegenstände sich darin befinden.
Der Klausbach wurde vor 100 Jahren für die Saline in
Berchtesgaden reguliert, da für die Salzgewinnung und den damit
verbundenen Siedevorgang in großem Maßstab Holzgewinnung bzw. die Holzdrift nötig wurde. Das Holz kam im Frühjahr zunächst in das trockene Bachbett, anschl. wurde der Bach durch
einen Anstau geflutet, so dass das Holz mit dem Wasserschwall über den Hintersee in die Ramsauer Ache gelangte. Der Driftplatz lag beim Bahnhof Berchtesgaden, direkt neben der Saline.
Im Februar 1999 ging eine Lawine nieder, die ca. 20 ha zerstörte
(überwiegend durch die Druckwelle). Man hat wegen der Borkenkäfergefahr einige Stämme entfernt, den größeren Teil jedoch liegen lassen. Das Totholz bietet eine vielfältige Nahrungsgrundlage.
EinFelssturz mit 200.000 m² Gestein vom Mühlsturzhorn 1999 (oben
Ramsauer Dolomit aus dem Tertiär, darunter Dachsteinkalk) führte wegen der Reibung der Steine beim Sturz zu einer 2 cm dicken Staubschicht (damit
verbunden waren Düngeeffekte). Dolomit ist nicht frostsicher, weil der Kalk Silikat enthält. Der Dolomit verwittert durch Frostsprengung, der Dachsteinkalk verwittert durch die Verkarstung durch Regenwasser.
Der Dolomit brach ab und traf auf den Dachkalkstein, der abgerieben wurde.
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Wer im Bild rechts oben genau hinsieht, wird eine
rote Markierung entdecken. In der Vergrößerung erkennt man eine Gämse.
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Der Sturm Wiebke
hat 1990 im Ofental ca. 40 ha umgeworfen, wobei hier durch das Durcheinanderliegen der Stämme ohne Störung durch Rot- und Gamswild eine Naturverjüngung stattfinden kann.
Wegen der Saline ist bereits vor langer Zeit die Fichte – obwohl ohnehin dominierende Art - forciert worden (die einzige Baumart,
die auf dem Wasser schwimmt und außerdem beim Sieden eine höhere Temperatur erzeugt). Nachdem Buchen untergehen, sind diese sogar gezielt entfernt worden.
Tannen gibt es ca. 2%, Eiben sind vorhanden (sogar in Naturverjüngung), Zirbel-Kiefern (die Reiter-Alm oberhalb des
Klausbachtales weist den größten Zirbenbestand Deutschlands auf; Hochgebirgsbaumart; eine ist ca. 770 Jahre alt – und damit
ältester Baum im Nationalpark). Aufgrund alter Rechte gibt es schon seit langer Zeit auf österr. Seite ein bayer. Forsta mt.
Besonderheiten sind Vorkommen Bartflechten (Bild links) und (im rechten Bild) Lungenflechten (insg. gibt es im
Nationalpark ca. 600 Flechtenarten!). Es gibt vier Winterfütterungen für Rotwild. Im Klausbachtal handelt es sich dabei um ein geschlossenes Wintergatter mit ca. 45 ha (die anderen sind offen). Früher
konnten die Rudel nach Norden (bis München!) wandern, nachdem dies heute nicht mehr möglich ist, andererseits aber sonst große Verbissschäden entstehen würden, führt
man die Wildfütterung fort, die zur Zeit der Hofjagd eingeführt worden war (um Verluste durch Jagdwilderei während der Wanderbewegung der Rudel entlang der
Flüsse in die Wintereinstandsgebiete zu vermeiden). 1978 waren es 800 Stück Rotwild, heute ca. 220 Tiere. Sie stellen heute natürlich auch eine Touristenattraktion dar. (Fütterungen im Klausbachtal finden
ca. 14 – 14.30 Uhr statt).
Dreizehenspecht, Weißrückenspecht, Schwarz-, Grün-, Bunt- und Grauspecht kommen vor.
Die Staatsstraße (die nach Österreich führt) ist für den Individualverkehr gesperrt, es gibt im Sommer stündlich Busse für Wanderer
und Bergsteiger, Radfahrer dürfen ausgewiesene Wege befahren. Es gibt eine kleine Zone, die nur mit vorheriger Genehmigung
betreten werden darf, ansonsten gibt es für Wanderer keine Wegegebote. Biwakieren, Zelten, Feuer machen oder das Errichten
neuer baulicher Anlagen ist verboten. Die 23 Almen mit „Rundumkasa/Almkasa“ werden als Kulturgut geschützt.
Zur Zeit wird gerade die Trennung von Wald und Weide
betrieben. Alte Waldweiderechte sind vor Kurzem abgelöst und am Rande des Parks in Lichtweideflächen umgewandelt worden. Einige, mit roten Bändern markierte Bäume, bleiben auf den Lichtweideflächen stehen.
Zwei Bauern haben alte Brennrechte und dürfen alle sieben Jahre Enzianwurzen ausgraben (Brennerei Grassl hat auch Plantagen in
Italien und der Schweiz), (Berufs-)Fischereirechte am Königssee haben Bestand.
Während der Führung wird der Steinadler gesichtet (fünf Paare gibt es im Gesamtpark), vom Zoo Salzburg kommen regelmäßig 30-40 Gänsegeier (fliegen in 10er-Gruppen), die teils sogar brüten. 1930 wurden (von Göring)
im Steinernen Meer (oberhalb des Königssees) Steinböcke angesiedelt (heute ca. 70 Stück Steinwild); es gibt Auer- und Birkwild; der Bestand an Gamswild (schwer zu zählen) beläuft
sich auf ca. 1500 – 3000 Stück. Gämsen haben sich nach unten ausgebreitet („Waldgams“), verursachen dort wegen der Nahrungskonkurrenz in der
Kulturlandschaft jedoch Probleme. Ca. 300- 400 Tiere werden jährlich geschossen (es gibt drei Berufsjäger). Das Fleisch geht an die örtliche Gastronomie, wird teils auch an die Mitarbeiter verkauft.
Die Nationalparkverwaltung hat etwa 20 hauptamtl. Ranger. Es werden kostenlose
Führungen angeboten (auch auf Anfrage). Die Ranger betreuen zusätzlich die Routinearbeiten der Umweltforschung. Alle Mitarbeiter sind seit 2003-04 Angestellte
des Umweltministeriums, die Forstreform wirkt damit nicht in den Nationalpark hinein. Das obere Infozentrum wurde von Aga Khan und Milka gesponsert.
Am Samstagnachmittag wird unter der Leitung von Reinhart Herzog über eine Neufassung der Ausbildungsrichtlinien diskutiert. Bereits im Frühjahr 2003 hat die AGNA hierzu ausführlich Stellung genommen. Unser Ansatz lag darin, weniger die
Lebensraumtypen, sondern die tatsächlichen Erfordernisse der Praxis in den Vordergrund zu stellen. Bewerber für ein Amt als
Naturschutzwächter sollten – so unsere Meinung - tunlichst bereits über ein Mindestmaß an naturschutzfachlichen Kenntnissen
verfügen. Es ist unserer Ansicht nach die Aufgabe der UNBs über die Lebensraumtypen vor Ort zu informieren. Herr Scharpf zeigt die damaligen Vorschläge über den Beamer.
Als Kompromiss einigen sich die Teilnehmer der Veranstaltung auf folgenden Vorgehensweise: Herr Herzog bittet darum, dass wir (AGNA, aber auch die Teilnehmer insgesamt) zu den vorgesehenen Lebensraumtypen FAQs
verfassen, die uns im Zusammenhang mit diesen Lebensräumen öfters beschäftigen. So soll zukünftig nicht mehr nur über die ökologische Funktion des Waldes unterrichtet werden, sondern eben auch über
ganz pragmatische Fragen, wie das Anleinen von Hunden, die Beseitigung von alten Wildschutzzäunen, das Entzünden von Feuern, Rauchen im Wald oder Zufahrtsrechte im Staatsforst – um nur einen Bereich
einmal exemplarisch zu beleuchten.
AGNA-Jahreshauptversammlung in Laufen, 05.03.2005, 19 – 21.30 Uhr
Bericht des 1. Vorsitzenden Hermann Balzer
Herr Balzer stellt zu Beginn der Versammlung fest, dass frist- und formgerecht
eingeladen wurde.
Vor es in den Rechenschaftsbericht geht, bittet
Herr Balzer die 40 Teilnehmer, dem im April 2004 verstorbenen Gründungsmitglied und langjährigen Schatzmeister Dr. von Sybel zu gedenken.
Im Ministerium gibt es für uns einen Wechsel der Ansprechpartner, nachdem Herr Dr. Heidenreich in den Ruhestand verabschiedet wurde. (Auszug aus seinem Brief, mit dem er sich von der AGNA verabschiedet hat.)
Nachfolger für Dr. Heidenreich ist Ministerialrat Ulrich Drost (089/9214-3337, ulrich.drost@stmugv.bayern.de), Nachfolgerin für Herrn Nietsch ist: Regierungsrätin z.A. Petra Schreiner (089/9214-2424, petra.schreiner@stmugv.bayern.de).
Herr Balzer begrüßt das Engagement der ANL für die Naturschutzwacht. Dass 100 Teilnehmer
(von 160 Anfragen) nach Laufen kommen konnten, ist gerade in Zeiten knapper Kassen keine Selbstverständlichkeit. Auch die AGNA wird ihren Beitrag leisten, die ANL ins Gespräch zu
bringen und sie in diesen unruhigen Zeiten nach Kräften unterstützen. Im Bereich der spezifisch nur für die Naturschutzwacht
angebotenen Fortbildung konnte nur eine Veranstaltung („Problemtierarten im Naturschutz“ – terminlich nicht ganz glücklich bereits am folgenden Wochenende) ins Programm aufgenommen werden.
Dr. Kiebler vom Referat Öffentlichkeitsarbeit im StMUGV konnte im Vorfeld unseres BUGA-Auftritts keine finanzielle
Unterstützung in Aussicht stellen. Mittel seien nur aus dem Naturschutzfonds denkbar; als Alternative wird zum Sponsoring
geraten. Beantragt war ein Zuschuss für die erste öffentliche Präsentation der Dienstkleidung.
Auf die Tagung des Bundesverbandes (dem wir angehören) am 6. – 8. April 2005 im hessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee
wird verwiesen. (siehe auch “Aktuelles”)
Aussprache zum Bericht

Erich Hieb hält es für wichtig, die Nichtmitglieder darauf hinzuweisen, dass wir die
Jahrestagung mit 500 € unterstützen. 2006 gibt es wieder eine Veranstaltung der AGNA (Bad Neustadt, Hohe Rhön) Dank an Eckhard Beck und Reinhard Herzog für die gemeinsame Vorbereitung der
Veranstaltung. Frau Beck wird für ihre Geduld und Unterstützung (ebenso wie später an Frau Hogger von der ANL) ein Blumenstrauß überreicht.
Kassenbericht
Die Kasse wurde von Herrn Fleischer am 3.4.04 übernommen; es haben 47 Buchungsvorgänge stattgefunden.
Anfangsstand zum 1.1.2004: 2.675,28 €
Einnahmen: 1.826,76 €
Ausgaben: 2.115,94 €
Endstand zum 31.1204:
2.386,10 €
Rücklastschriften wegen falscher Bankverbindungen verursachen hohe Kosten. Herr Fleischer bittet deshalb dringend um Mitteilung,
wenn sich Bankdaten ändern. In jedem zukünftigen Schreiben soll deswegen nach den Adress- und Bankdaten nachgefragt werden.
Kassenprüfung
Als Kassenprüfer waren Bodo Beyer und Klaus Bachmann bestellt. Alle Buchungsvorgänge waren ihren Aussagen zufolge
nachvollziehbar und übersichtlich. Herr Beyer dankt Herrn Fleischer für die geleistete Arbeit.
Der Antrag des Schriftführers Scharpf auf Aussetzung des Mitgliedsbeitrages bei Arbeitslosigkeit (bis auf Widerruf) wird einstimmig angenommen.
Horst Böhm schlägt vor, zur besseren Verzinsung ein Diba-Konto eröffnen.
Herr Neuberger beantragt die Entlastung des gesamten Vorstandes. Die anwesenden Mitglieder stimmen dieser einstimmig zu.
Die turnusgemäße Wahl des Vorstandes
Wahlleiter: H. Balzer, Beisitzer: R. Fehn und H. Wagner
Nachdem alle Anwesenden mit dem Modus einverstanden sind, finden die Wahlvorgänge per Akklamation statt.
Für den 1. Vorsitz wird Herr Beck vorgeschlagen (Herr Balzer stellt sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung), weitere
Vorschläge gehen nicht ein. Ergebnis: ohne Gegenstimme angenommen
Einziger Vorschlag für den 2. Vorsitzenden: Christian Grassl, der als hauptamtlicher Ranger im Nationalpark Berchtesgaden arbeitet.
Ergebnis: ohne Gegenstimme angenommen
Einziger Vorschlag für den Schatzmeister: Anton Fleischer
Ergebnis: ohne Gegenstimme angenommen
Als Kassenprüfer werden einstimmig Bodo Beyer und Klaus Bachmann bestellt.
Vorschlag für den Schriftführer: Helmut Scharpf Ergebnis: ohne Gegenstimme angenommen
Alle Gewählten nehmen die Wahl an und danken für das entgegengebrachte Vertrauen.
Der neue 1. Vorsitzende, Herr E.W.K. Beck, Techn. Angestellter
(Betriebswirt grad.), schlägt vor, Herrn Balzer zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Der Antrag wird ebenso einstimmig angenommen, wie der Antrag, Herrn Reinhart Herzog zum Ehrenmitglied zu ernennen.
Wahl der Regionalbeiräte mit Stellvertreter
Bereits 2004 haben sich im Anschluss an die Jahrestagung in der
Pulvermühle aus allen bayerischen Regierungsbezirken Mitglieder bereitgefunden, als Regionalbeauftragte im Sinne des §13 der Satzung zu fungieren. Somit wird es erstmals in der Vereinsgeschichte der AGNA
möglich, eine Beiratswahl abzuhalten. In der Versammlung sind alle Bezirke vertreten. Die Beiräte werden lt. Satzung nur von den Mitgliedern
der jeweiligen Bezirke gewählt. Dies führt zu einem zwar korrekten, wenn auch etwas umständlichen und langwierigen Wahlverfahren. Herr Scharpf regt an, über eine in 2006 mögliche Satzungsänderung nachzudenken.
Bis auf drei Posten gelingt es sogar, Stellvertreter der Regionalbeiräte zu wählen.
Die – jeweils einstimmigen - Ergebnisse im Einzelnen:
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Mittelfranken
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Sabine Schmidt, 09132/40463
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s.ch.schmidt@gmx.net
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Dagmar Rouette
, 09131/48521
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d.rouette@gmx.de
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Niederbayern
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Franz Wagner, 09424/1670
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wagner-altenbuch@t-online.de
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Oberbayern
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Erich Hieb, 089/3004105
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erich.hieb@tomorrow-focus.de
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Herbert Kern, 08682/9449
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hrbker@aol.com
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Oberfranken
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Gunter Brokt, 09191/5891
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wdrfalke@aol.com (über Helmut Schwengber)
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Robert Fehn, 09268/1477
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robert.fehn@freenet.de
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Oberpfalz
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Hans Tratz, 09181/907036
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r-tratz@t-online.de
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Schwaben
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Herbert Losekamm, 08233/20991
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herbert.losekamm@gmx.de
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Rudolf Müller, 08221/962244
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rudolf.mueller.gz@t-online.de
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Unterfranken
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Wolfgang Neuberger, 09371/6229
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Wolfgang.Neuberger@t-online.de
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Alle Gewählten nehmen die Wahl an. Herr Losekamm, der selbst verhindert ist, hatte seine Bereitschaft bereits im Vorfeld erklärt.
Nach Vorstellung des Vorstandes soll der Beirat bei den Bezirksregierungen die Wiedereinführung der Erörterungsgespräche anregen.
Es gilt, den Kontakt zu den Mitgliedern auf Bezirksebene auf- bzw. auszubauen (z.B. durch Angebote gemeinsamer Streifengänge).
Stand der Naturschutzwacht auf der Bundesgartenschau in München am 8. Mai
Wir treten im Pavillon des Freistaates Bayern auf („Aktionsforum“) und vertreten das Umweltministeriums als Partner. Herr Beck
bestimmt Herrn Scharpf als Koordinator in Sachen BUGA. Es ergeben sich bereits im Laufe der Versammlung folgende BUGA-Beiträge:
Gunter Brokt und Helmut Schwengber werden Probleme der Region sowie Tierpräparate vorstellen, Kerstin Kellerer hat ein Puppentheater (Anfahrt mit
sperrigen Teilen) im Angebot, Erich Hieb (Teilnahme noch mit Vorbehalt) überlegt noch, Klaus Christmann hat ev. Fotoausstellung (20 Bilder), Robert
Fehn (Teilnahme noch mit Vorbehalt) überlegt noch, Anton Fleischer kommt, Helmut Scharpf führt eine Vogelstimmenquiz durch und wird Passanten zur Bekanntheit der Naturschutzwacht befragen und die 1996
erstellte Ausstellung über die Naturschutzwacht im Depot in München inspizieren. Weitere Teilnehmer haben bereits vor der Versammlung zugesagt.
Eckhard Beck kümmert sich in Absprache mit ANL und Ministerium um einen Flyer über die Naturschutzwacht, der verteilt werden kann. Herr Scharpf wird sich darum bemühen, dass auf der BUGA – in Abstimmung mit
Europarc - erstmals die neue Dienstkleidung der Naturschutzwacht präsentiert werden kann. Herr Beck wird einen Vorschlag aufgreifen, in eine der bekannten Vorabendserien (z.B. Forsthaus
Falkenau) eine Szene über die Naturschutzwacht einzubauen zu lassen.
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Die – den AGNA-Mitgliedern vorbehaltene – Jahreshauptversammlung schließt um 21.30 Uhr.
Auf der Jahrestagung wurden neue Wege vermittelt, die einen anderen Zugang zur Natur, andere Wege zur Wertschätzung der Natur
zum Ziel haben. Am Samstagabend wurden z.B. Teelichter angezündet, die von den Teilnehmern anschließend an ausgesuchten
Stellen des großen Klosterareals abgelegt wurden. Dadurch ergab sich eine feierlich-mystische Stimmung, die in der klaren Nacht einen b leibenden Eindruck hinterließ.
 Am Sonntagvormittag stellen sich zwei Künstler (Bildhauer Herbert Hubbauer und die Kunst- und
Gestaltungstherapeutin Margarete Thiel) vor, die im Sinne der Landart-Bewegung (bekanntester Vertreter: Andy Goldsworthy) arbeiten. Am Ufer der Salzach sucht man in kleinen Gruppen nach
verschiedenen Naturmaterialien und baute damit vergängliche „Kunstwerke“. Mit dem Bau sogenannter „Mandalas“ werden Kreisläufe
dargestellt. Mandalas haben eine konzentrierende und Mitte bildende Wirkung auf den Betrachter. Im Kern/Zentrum des Mandalas
befindet sich ein geschützter Bereich. Die Formen unterscheiden sich in ihrer Bedeutung. Das Radsymbol steht für unaufhörliche
Bewegung auf ein Ziel hin, das Dreieck steht für die Bezogenheit, eine Blütenform wiederum symbolisiert organisches Leben.  
  
Die Aufgeschlossenheit zu solchen Darstellungsformen ist unter den Naturschutzwächtern unterschiedlich ausgeprägt, stellt aber
auch nur einen Baustein von vielen möglichen dar, wie man Menschen an die Natur heranführen kann.
Der Fachvortrag von Peter Sturm über Ameisen muss krankheitsbedingt leider entfallen.
Die Jahrestagung schließt am 6. März 2005 mit einem gemeinsamen Mittagessen. Die nächste Jahrestagung findet voraussichtlich vom
31.3. - 2.4.2006 in Bad Neustadt statt. Der Programmvorschlag findet sich hier.
Wer an diesem Bericht Fehler findet oder noch etwas ergänzen möchte, wendet sich bitte an vorstand@agna.de . Die Bilder stammen von Wolfgang Neuberger, Norbert Volkmann und Helmut Scharpf.
Ottobeuren, 25.03.05, Helmut Scharpf, Schriftführer
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